Resilienz
Resilienz - Die (Wieder-)Entdeckung der eigenen
psychischen Stärke
Resilienz – Was ist das eigentlich?
Resilient zu sein bedeutet, mit den Krisen, den
Herausforderungen und Widrigkeiten des Lebens gut
umgehen zu können und daran zu wachsen. Diese
Widerstandsfähigkeit ist uns nicht in die Wiege gelegt. Die
Evolution hat uns Menschen dazu gemacht,
Gefahrenmomente vorzeitig zu erkennen und das
Überleben durch einen blitzschnellen Übergang in einen
Flucht- oder Kampfmodus zu sichern. So haben wir von
Natur aus den Hang, Herausforderungen eher als eine
Gefahr denn als eine Möglichkeit zur Entwicklung zu
bewerten. Um bei einem Bild zu bleiben: Es liegt in unserer
Natur, schneller ein halbleeres als ein halbvolles Glas sehen
zu wollen. Für unsere Urahnen war dieses
Überlebensprogramm genau richtig. Drohte bei der Jagd
oder bei Streifzügen durch unbekanntes Gebiet eine Gefahr,
so war es durchaus sinnvoll, dass der Körper das volle
Stressprogramm ausgelöst hat. Besser über- als
unterreagieren.
In unserer modernen Welt, in der viele Herausforderungen
„ständig auf uns lauern“, macht dieses alte Überlebensprogramm
keinen Sinn mehr. Ständig in einem Flucht- oder Kampfmodus zu
sein, kostet nicht nur viel Energie. Es macht unseren Köper und
unseren Geist krank.
Aber nun die gute Nachricht. Resilienz ist erlernbar! Wir können
unsere Resilienz ein Leben lang weiterentwickeln und Strategien
finden, wie wir im Krisenfall wie ein Stehaufmännchen wieder auf
die Beine kommen. Ja sogar noch mehr: Wir können durch
Resilienz eine neue Haltung zum Leben und seinen Widrigkeiten
und Herausforderungen einnehmen. Dadurch steigern wir unsere
Lebensfreude und unsere Lebensqualität.
Es sind 7 Fähigkeiten, Eigenschaften und Einstellungen, die
unsere Resilienz ausmachen:
1.
Achtsamkeit. Das ist die Fähigkeit, sich seiner
Gedanken und Gefühle bewusst zu werden, um sich nicht
von ihnen unbewusst steuern zu lassen. Achtsam sein
bedeutet weiterhin, aus einem energiezehrenden
Problemlösemodus in einen Hier-und-jetzt-Modus wechseln
zu können, der einem im Arbeitsalltag wieder Energie und
Kraft geben kann.
2.
Akzeptanz. Das ist die Einstellung, Krisen und
Veränderungen anzunehmen, wenn man sie doch nicht
verändern kann. Es bedeutet aber auch, Vergangenes ruhen
zu lassen und sich nicht über verpasste Chancen oder
gemachte Fehler zu ärgern.
3.
Lösungsorientierung. Die Fähigkeit der
Lösungsorientierung ist dann resilient, wenn wir uns
klarmachen können, dass es für jedes Problem eine Lösung
geben kann. Wir richten unsere Aufmerksamkeit nicht allein
auf das Problem und lassen uns so vielleicht entmutigen,
sondern wir sind davon überzeugt, dass wir selbst oder mit
Hilfe andere eine Lösung finden.
4.
Selbstwirksamkeitsüberzeugung. Sie ist das
Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen.
Daraus ergibt sich die Haltung: Das werde ich schon
schaffen. Ich übernehme die Verantwortung und nehme die
Dinge selbst in die Hand. Eine Opferhaltung wird nicht zur
bevorzugten Methode, um auf Probleme zu reagieren.
5.
Soziales Netzwerk. Ohne soziale Anbindungen an
andere Menschen sind wir auf Dauer nicht in der Lage,
gesund und mit Lebenskraft versehen, unsere Existenz zu
sichern. Das ist unsere evolutionäre Prägung.
6.
Realistischer Optimismus. Das ist die Überzeugung,
dass in jedem Problem auch eine Chance beinhaltet sein
kann. Dabei werden Licht und Schattenseiten berücksichtigt
und die Ausgewogenheit wird anerkannt.
7.
Zielorientierung. Dies ist die Fähigkeit, sich größere
Ziele zu setzen und sie trotz Widerständen nicht
aufzugeben. Dazu gehört auch die Überzeugung, dass das
Leben selbst einen tieferen Sinn hat. Somit beinhaltet
Zielorientierung auch spirituelle Aspekte.
Mein Angebot
In ein- bis zweitägigen Seminaren oder auch im Rahmen eines
Einzelcoachings erlernen Sie oder Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Strategien, wie Sie Ihre Resilienz (wieder)entdecken oder
weiterentwickeln können, um mehr Achtsamkeit, Gelassenheit und
Lebensfreude im Arbeitsalltag oder im Privatleben zu erfahren.